Alles klingt


Gütesiegel Rostfrei an PODIUM verliehen

Erwärmt von den Frühlingssonnenstrahlen des Tages wartet eine Schlange Menschen vor den Toren des Esslinger Eisenlagers. Als sich das schwere Holztor öffnet strömen Groß und Klein durch die kreuzförmig angeordneten Reihen. Leuchtende Streifen, scheinen von der Innenfassade des Gebäudes. Welche Wirkungen entfalten Benjamin Augustins Lichtinstallationen am heutigen Abend?

Bennis Installation

Wo man am besten hören und sehen kann- diese Frage kann heute schwer beantwortet werden. Der Abend beginnt mit einer Solofuge für Violine von Schnittke, die vom Obergeschoss der Lagerhalle klingt. Mit den Tönen steigt Ilias Kadesha die Eisentreppe hinunter in die Werkhalle des Eisenlagers, die heute Konzerthalle ist.

Emiliano Zendocchios Finger fliegen über die Querflöte beim Spiel der Fliegerflöte von Heitor Villa-Lobos im Duett mit Simone Drescher. Ihr eleganten Melodien erklingen und scheinen sogleich weiterziehen zu wollen. Durch das schwere Holztor? Dort wartet Mathieu van Bellen. Es ist unmöglich die Ohren von seinem unbeirrbaren Spiel zu verschließen. Das Eisenlager wird zu einer  rhythmischen Percussion-Landschaft durch die improvisierten Einlagen Shasta Ellenbogens, Anne-Suse Enßles und  Philipp Lamprechts. Wie das funktioniert?

 

Man nehme folgendes Instrumentarium:IMG_4549

Mit unvergleichlicher Leidenschaft laden Artiom Shishkov und Nora Romanoff  anschließend zum Duell der Bögen und Melodien ein. Musik voll Spannung: Matinus Madrigalen für Violine und Viola, Duo No. 1.

Duell Artiom Nora

Vashti Hunter und Ilias Kadesha beschließen den Abend  und spielen ein Duett purer Emotion, das alle Höhen und Tiefen ausdrückt, die Kodalys Duo bereithält. Es ist eine Gabe, einem harten, kühlen Material wie dem Eisen Emotion und Leidenschaft zu verleihen. Die Musikerinnen und Musiker des Abends haben dies vollbracht.

 

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Alfred Schnittke: Fugue for Solo Violin, Op. 5 (1953)

Ilias Kadesha (Violine)

Heitor Villa-Lobos: Fliegerflöte (Assobio a Jato)

Emiliano Zenodocchio (Flöte), Simone Drescher (Violoncello)

Iannis Xenakis: Mikka »S« (1976)

Mathieu van Bellen (Violine)

Bohuslav Martinů: Three Madrigals for Violin & Viola (Duo No. 1), H. 313

Artiom Shishkov (Violine), Nora Romanoff (Viola)

Schumann/Reimann: Transkription für Sopran und Streichquartett,

op. 107 6 Gesänge, daraus: Herzeleid/ Fensterscheibe/ Spinnerin/ Abendlied

Estelle Béréau (Sopran), Ilias Kadesha, Azadeh Magsoodi (Violinen),

Dana Zemtsov (Viola), Mathias Johansen (Violoncello)

Zoltán Kodály: Duo for Violin and Cello, Op.7 (1914): 2. Adagio – Andante

3. Maestoso e largemente – Presto

Ilias Kadesha (Violine), Vashti Hunter (Violoncello)

Improvisierte Einlagen

Philipp Lamprecht (Schlagzeug), Shasta Ellenbogen (Viola), Anne Suse Enßle (Blockflöte)

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