#bebeethoven-Showcase @ Radialsystem


Konzertwochenende in Berlin am 28. & 29. September 2018

Im Fellowship-Programm #bebeethoven, ein Projekt von PODIUM Esslingen, gefördert von der Kulturstuftung des Bundes, beschäftigen sich zwölf junge Künstlerinnen und Künstler bis zum Beethoven-Jubiläum 2020 mit zentralen Fragen und neuen Ansätzen des zeitgenössischen Musikschaffens. In einem Showcase im Radialsystem bieten fünf Fellows an zwei Abenden mit Konzerten, Performances und Gesprächen einen Einblick in ihre Arbeiten. Neben dem inszenierten Konzert „Traumwerk“ des Ensemble CONTINUUM zeigt Kaan Bulak eine elektroakustische Performance zu seinem neuen Pianoalbum „impromptu“. Bei „Free Orchestra“ stellt Koka Nikoladze anhand seiner „Interactive Symphony“ eine neue Kompositionsform names „Blinkscore“ und das improvisierende STEGREIF.orchester die aktuelle Produktion „#freebrahms“ vor. Darüber hinaus präsentiert Elisa Erkelenz ihr Outernational-Projekt mit Schlagzeuger und Komponist Ketan Bhatti.

Programm

SAMSTAG, 28. September 2018

20 Uhr – Saal

CONTINUUM (Elina Albach): TRAUMWERK

Das besondere Konzertprojekt TRAUMWERK von #bebeethoven Fellow Elina Albach und ihrem Ensemble CONTINUUM spiegelt Vanitas-Motive aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges mit Musik und Texten der Gegenwart. In einem genre- und epochenübergreifenden Programm erklingen Werke, die sich der Vergänglichkeit widmen. Frühbarocke Elemente werden den Texten heutiger Großstadtpoeten gegenübergestellt. Mit barockem Instrumentarium erklingen Originalwerke und Bearbeitungen von A. Mealli, Käpt’n Peng, Kate Tempest und anderen.

22 Uhr – Halle

IMPROMPTU – Album-Release mit Kaan Bulak

Kaan Bulak’s erstes Album IMPROMPTU bezieht sich auf den persönlichen kreativen Moment. 16 Impromptus wurden am Flügel frei improvisiert und in einem Take aufgenommen. Aus dem Nichts entstand der musikalische Moment, der keine Präparierungen des Flügels oder eine Erweiterung durch Elektronik erforderte – die Klavierklänge verblieben in ihrer puren Form. In vier “Repromptus” erlebt Bulak durch Sampling und Manipulationen seine Musik erneut. Hierbei kommen ausschließlich die Aufnahmen der 16 Impromptus zum Einsatz, die jedoch in einer elektroakustischen und klangorientierten Weise präsentiert werden. Bei seinem Releasekonzert präsentiert Kaan Bulak eine Auswahl der Impromptus und Repromptus. Unterstützt durch den Visualkünstler Ali M. Demirel wird ein neuer persönlicher Moment erschaffen und audiovisuell erlebbar gemacht.

 

SONNTAG, 29. September 2018

19 Uhr – Saal

OUTERNATIONAL Night : Talk und Konzert mit Ketan Bhatti und dem Trickster Orchestra

Ketan Bhatti ist ein Weltensammler. Reibung entsteht für den Schlagzeuger, Komponisten und Produzenten im Grenzbereich. Da, wo sich Licht und Schatten, Mikrotöne und Beats überlagern. Das von Cymin Samawatie und ihm gegründete Berliner Trickster Orchestra, das hier in einer kleineren Variante als Ensemble auftritt, ist benannt nach der mythologischen Figur des höchst ambivalenten Gestaltenwandlers. Es öffnet sich ein Raum des reizvollen Dazwischen: Herausragende Instrumentalsolisten stoßen über das Konzept der Nachahmung des „Anderen“ feinsinnige, neue Klanggalaxien auf. Improvisatorische Suchbewegungen verwandeln sich in Kammermusik, freie Sounds von Quanoon zur chinesischen Sheng verfließen zu elektronischen Tracks. Postgenre, Postnation.

Vor dem Konzert mit Ketan Bhatti und dem Trickster Orchestra spricht #bebeethoven-Fellow Elisa Erkelenz mit Ketan Bhatti über OUTERNATIONAL und die Hintergründe des Projekts.


21 Uhr – Halle

FREE ORCHESTRA: STEGREIF.orchester / Koka Nikoladze

In der vielbeachteten und gefeierten Inszenierung #FREEBRAHMS stürzt sich das STEGREIF.Orchester kopfüber in die dritte Sinfonie von Johannes Brahms und macht sie sich zu eigen. Das Ensemble um den kreativen Multi-Instrumentalisten und #bebeethoven-Fellow Juri de Marco interpretiert das große Werk auf besondere Weise, mit tanzenden Geigerinnen, swingenden Tubisten und waghalsigen Improvisationen. Heute Abend spricht Juri de Marco über Hintergründe und Arbeitsweisen dieses besonderen Orchesters, das im Anschluss auch eine Performance zum besten geben wird.

Im zweiten Teil des Konzerts  ist der Komponist und Tüftler Koka Nikoladze mit einem 15-köpfigen Ensemble zu erleben. Im Rahmen von #bebeethoven entwickelt er u.a. die “Blinkscore”, eine neuartige Noten-Technologie, die besondere musikalische Formen der live-Interaktion zwischen Musikern und Dirigent bzw. Komponist ermöglicht. Koka Nikoladze schafft mit der “Blinkscore” eine ästhetisch ansprechende performative Musikform, die an diesem Abend mit einem Satz aus dem Zyklus INTERACTIVE SYMPHONY  zu erleben ist.

ab 22.30 Uhr – Saal:
#bebeethoven Aftershow-Party

Tickets gibt’s hier.

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