Gewagt. Gewirkt. Gewonnen?


Zuwachs in der PODIUM Familie. Er ist musikalisch!

In einer beschaulichen 8000 Seelengemeinde, Ausflugsziel für Outdoor-Aktivitäten aller Art am Fuße eines spanischen Berges der 1100 Meter misst, fanden sich vergangenen Sonntag sieben Musikerinnen und Musiker ein, um eine intensive Woche mit Klängen von Schumann bis Dvorak über Brahms, probend zu begehen.

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Die letzte Etappe vor dem Probegipfel – 9 Stunden Probe am Donnerstag

Seit Montag fanden die Proben öffentlich statt und alle Interessierten, Musikbegeisterten und LiebhaberInnen der klassischen Musik können einen musikalischen und atmosphärischen Eindruck dessen gewinnen, was ihre Ohren an diesem Wochenende erwarten wird: Neun stimmungsvolle Konzertteile, drei Konzerte, ein Spannungsbogen – das PODIUM Matapadera läd von Donnerstagabend bis heute Abend zu einer Konzertreihe, verschiedenster Klang- und Empfindungsnuancen ein.

‚Cortage‘, Mut und ‚vulnerabilitat‘, Verletzlichkeit, bildeten am Donnerstagabend den abenteuerlustigen, persönlichen Auftakt der Konzertriologie: Der Beginn des Klavierquartetts Op. 60 von Johannes Brahms  in c-moll erfüllte die Hallen des Kulturzentrums von Matapadera.

Abschluss mit Blumen

Meditation, Trauer und Dunkelheit prägten den gestrigen Konzertabend. Ein Abend der meditativen Einkehr ohne Applaus und Ausblick. ‚Notturno‘, verrät die dunkle Schwere des Abends. Was es mit den Konzerparts und der Idee auf sich hat, verrät Peter Schmidt, Taufpate des PODIUM Matapadera: „Eine Kombination, die uns sehr interessant und im normalen Konzertleben unterrepräsentiert erschien, war die der Kammermusik mit Gesang und so haben wir uns dann mit Hilfe der Sopranistin, Elena Copons, auf die Suche nach geeigneten Werken begeben und uns letztlich für Bearbeitungen von Liedern von Mendelssohn und Schumann durch den deutschen Komponisten Aribert Reimann entschieden. Das waren zunächst die „Kernstücke“ des Programms. Die Idee eines emotionalen Spannungsbogens über alle drei Konzerte, also des Nachhörens und Beibehaltens von Stimmungen auch über die Nacht und den Schlaf hinaus, ist eine interessante, nach innen gewandte Art und Weise eine neue Ebene für den Zuhörer zu schaffen.“

Sängerin

Nach Momenten der dunklen Trauer, wird der Konzerpart ‚reflexio‘ in den heutigen Abend einstimmen. Den Emotionen der vergangenen zwei Konzerttage wird Raum gegeben, um Revue zu passieren. Welche Musik verbinden Sie mit einem Moment des nachdenklichen Innehaltens? In Matapadera wird Bach erklingen.  Musik von Johannes Brahms wird folgen und Dvoraks Klavierquintett den Abend fröhlich beschließen, wie auch der Titel des Konzertparts verrät: Alegria.

Die Konzerttriologie voll Emotion wird von der Sopranistin Elena Copons, Miguel Perez Inesta (Klarinette), Katia Michel am Flügel, Peter Schmidt (Cello), Byol Kang (Violine), Emanuelle Bernard (Viola) und Helena Satué (Violine),  möglich gemacht.  Vor der Planung im headquarter, dem heimischen Küchentisch, stand zunächst eine Idee. Peter Schmidt, Cellist, beruflich, sowie als Teil des PODIUM-Musiker Teams im Jahre 2010 und 2011, beschreibt:  „Die enorme Wirkungskraft guter Musik stand für mich nie außer Frage, ich musste nur leider oft enttäuscht feststellen, wie viel dieser Kraft auf der Strecke bleibt, wenn sich Instanzen, Regeln, Erwartungshaltungen usw. dazwischenschieben. Das Podium Festival Esslingen, bei dem ich 2011 und 2012 mit dabei war, hat mich darin bestärkt: Es geht doch! Wenn man Interesse an guten Konzerten hat und noch dazu gute Ideen, gibt es eigentlich keine Ausrede, diese nicht zumindest auszuprobieren.“

In diesem Sinne, on we go, möge der PODIUM-Gedanke auf weitere internationale Böden fallen und unter kreativer Fürsorge verschiedener Hände gedeihen!

Geige

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